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Unser persönlicher Geschmack darf nicht über dem Leid der Tiere und der Zerstörung unseres Planeten stehen.

Thema: Tierschutz

Unser persönlicher Geschmack darf nicht über dem Leid der Tiere und der Zerstörung unseres Planeten stehen.

Thema: Tierschutz

Unser persönlicher Geschmack darf nicht über dem Leid der Tiere und der Zerstörung unseres Planeten stehen.

Thema: Tierschutz

Eine Welt im Einklang mit allen Lebewesen!

Die letzten Monate haben uns allen verdeutlicht, welche Zustände in der deutschen Fleischindustrie herrschen. Allerdings müssen wir unser Augenmerk nicht nur auf die Arbeitsbedingungen, sondern auch auf den Konsum von tierischen Lebensmitteln und die Tierhaltung an sich richten. Ein Thema, dem ich mich aus persönlicher Überzeugung schon seit Jahren widme.

Die Erzeugung tierischer Produkte ist eine der größten Industrien der Welt und gleichzeitig eine der problematischsten. Eine weitreichend zitierte Oxfordstudie zeigt deutlich, dass die Tierhaltung weltweit über 80 % der Flächen in der Landwirtschaft verbraucht, aber nur 18 % der weltweiten Kalorien beisteuert. Zudem trägt die Nutztierhaltung mindestens ein Viertel der weltweiten durch Menschen verursachten Treibhausgase bei. Der größte Anteil an Waldflächen, die weltweit gerodet werden, wird danach als Weideland oder zur Produktion von Futtermitteln genutzt. Die damit einhergehenden Verluste von Lebensraum für Wildtiere und der stetige Rückgang unserer Biodiversität zerstören unseren Planeten zusätzlich. Wir müssen unser Verhalten ändern.

Konkret heißt das weg von Massentierhaltung hin zu einem anderen Umgang mit tierischen Erzeugnissen. Das beinhaltet auch eine deutliche Reduktion der Produktion von tierischen Lebensmitteln – denn die Art und Weise wie wir uns ernähren, ist der größte Faktor durch den jede*r Einzelne die eigenen Emissionen reduzieren kann.

Zusätzlich zu den Umweltaspekten muss die ethische Komponente endlich mehr Gehör finden. Eine artgerechte Haltung der Tiere, die ihr natürliches Verhalten widerspiegelt, muss der neue Mindeststandard werden. Dies schützt uns auch vor zukünftigen Pandemien durch Zoonosen. Denn kleinere Ställe mit mehr Platz für jedes Tier führen zu weniger schneller Ausbreitung von Krankheitserregern und entspanntere Tiere haben bessere Abwehrkräfte. Kastenstände, in denen sich Muttersauen über Wochen nicht bewegen können, sind in anderen EU-Ländern längst verboten, aber in Deutschland nach wie vor der Standard. Hochleistungshennen legen so viele Eier, dass sie an Osteoporose erkranken, da das Kalzium für die Eierschalen aus den Knochen gezogen wird. Kühe geben nur Milch, wenn sie Kälber wie am Fließband produzieren, die dann direkt nach der Geburt von ihren Müttern getrennt werden, damit wir die Muttermilch für uns nutzen können. Weibliche Kälber werden dann über Monate in sogenannten Iglus, also kleinen Einzelkäfigen, gehalten und männliche Kälber zum Schlachten ins Ausland verkauft. Diese Massenproduktion von Kälbern führt unter anderem dazu, dass man solch stattliche Tiere derzeit im Durchschnitt für unter 8 € kaufen kann. Jeder Hamster im Zoohandel kostet mehr. Wir müssen kleine, nachhaltig wirtschaftende Betriebe fördern und endlich beginnen einen respektvollen Umgang mit allen Lebewesen zu pflegen. Das verbessert nicht nur unser aller Lebensqualität, sondern kann einen massiven Beitrag im Kampf gegen die Klimakatastrophe leisten.